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Historische Möbel und andere Dinge im Zusammenhang mit Flugzeugtechnik

Hier finden sich einige weniger bekannte Beispiele für alltägliche Gegenstände, die ihren Ursprung im Flugzeugbau haben. Die Zusammenstellung strebt nicht nach Vollständigkeit (die auch nicht erreichbar wäre), sondern soll den Blick auf diesen technikgeschichtlich interessanten Zusammenhang schärfen.

 

 

  

 

Aluminiumstühle von Gaston Viort, Salon de Provence, Frankreich um 1950. Zwei verschiedene Modelle, jeweils mit und ohne Armlehne und in verschiedenen Farben sind bekannt. Während das vermutlich ältere Modell (s.0.) noch gänzlich aus dünnem Blech gefertigt und vernietet wurde haben die jüngeren Modelle (s.u.) Gestelle aus gebogenem und verschweisstem Rohr. Das ältere Modell ist von seiner Machart her ein "missing link" zwischen Flugzeugbau und Alumöbelherstellung. Nicht wirklich überzeugend als Möbel und relativ aufwändig in der Herstellung.

 

Postkarte, Frankreich 1948.

 

  

 

Navigatorsitz aus einer Dakota. Ähnlichkeiten mit amerikanischen Bürostühlen der 1940er sind sicher nicht zufällig.

 

    

Sitz aus einer Junkers F13 im Deutschen Technikmuseum Berlin. Das Modell dieses ersten zivilen Ganzmetallflugzeuges stammt aus dem Jahr 1919, das ausgestellte Exemplar wurde 1930 gebaut und ist 1933 in Kanada abgestürzt.  Der Sitz wurde danach ausgebaut und mit einfachsten Mitteln zu einem Möbel umgearbeitet.

 

Lyon, 2009: Amerikanischer Flugzeugsitz aus dem Zweiten Weltkrieg, später mit Standfüßen versehen, weiß lackiert, und als Gartenmöbel verwendet.

 

Möbel aus Aluminium, 1933 entworfen von Marcel Breuer fürdie Firma Embru (Schweiz). Auf dem Niet ist deutlich die Legierung vermerkt, typisch für im Flugzeugbau verwendete Niete.

 

Firmenmuseum der Firma Embru, Schweiz.

 

 

Zweischalig aus dünnem Sperrholz aufgebauter Pilotensitz aus dem ersten Drittel des 20. Jh. Die nachträglich angebrachten Stahlrohrbeine machten ihn zu einem "normal" verwendbaren Sitzmöbel. Gut erkennbar sind die Nagelreihen für den Zusammenbau.

   

 

 

     

Möbel aus der ehemaligen Produktion von Junkers. Im Hintergrund ein Sessel aus Wellblech.

Junkers Museum, Dessau, 2010

 

 

Schrank aus hölzernen Flugzeugteilen. Vier aus Sperrholz und Vollholzleisten gefertigte Klappen wurden (vermutlich kurz nach dem Krieg) zu einem Schrank mit eigenwilliger Form zusammengefügt. Zusammen mit einem kleineren Exemplar fanden sie sich im Nachlass eines Flugzeugmechanikers aus dem Erzgebirge. Wie man auf den Bildern erkennen kann, sind jeweils zwei Klappen identisch. Sie sind nach oben schräg zulaufend und im Querschnitt gewölbt. Bisher konnten sie noch keinem Flugzeugtyp zugeordnet werden.

  

 

Gerätschaften aus Flugzeugaluminium. Solche improvisierten Dinge wurden kurz nach dem Krieg in den ehemaligen deutschen Flugzeugwerken aus Halbfabrikaten und Materialresten zusammengebaut. Nietung und Form der Bearbeitung sind typische Hinweise auf ihre Herkunft. Schwerter zu Pflugscharen.

    

   

 

Kleiner, mobiler Erste Hilfe Kasten, vermutlich aus einem französischen Flugzeug.

    

 

Russische Werkzeugkiste aus Flugzeugaluminium. Komplett mit Flugzeugnieten genietet.

    

 

 

Grumman Kanu. Der amerikanische Flugzeughersteller Grumman begann 1944 mit der Herstellung von Kanus aus Aluminium. Die Bote sind aus mehreren Teilen vernietet, wobei sich der Hersteller seiner Erfahrung aus der Schwimmerproduktion von Seeflugzeugen bediente. Diese Modelle werden heute noch produziert.

 

 

Tische aus Flugzeugpropellern. Diese Möbel wurden um 1920, neben vielen anderen Dingen, vollständig aus alten Propellern getischlert. Hierzu wurden Propeller erst zersägt und dann aus dem Plattenmaterial z.B. die Tischplatten zusammengefügt. Charakteristisch sind die Schichtungen unterschiedlicher Hölzer und die schrägen Trennfugen. Für die Beine verwendete man gerne auch unmodifizierte Teile.

    

 

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